Auch hier zählte die Generalsekretärin die Stimmen sorgfältig nochmals nach. Bislang waren die Entscheidung zur Anerkennung von Mitgliedsstaaten eindeutig hier taten sich jedoch erstmals Zweifel auf, ob dies überhaupt der Fall sein mag. Im Saal war kurz ein getuschelt zwischen dem Direktor des Rechtsdienstes und der Generalsekretärin zu vernehmen. Nach ein paar wenigen Minuten wandte sich die Generalsekretärin dann schließlich wieder zur Versammlung.
»Meine verehrten Mitglieder und Delegationen. Das Ergebnis steht fest. Nach Abschnitt 2 Ziffer 2 unserer Charta bedarf es zur Anerkennung der Souveränität der Zustimmung der Konferenz. Die Mehrheit bezieht sich auf die abgegebenen gültigen Stimmen. Somit ist die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen maßgeblich, wobei Enthaltungen auch gültige Stimmen sind. Insgesamt gaben zu dieser Abstimmung zehn Nationen ihre Stimmen ab; sieben verzichteten. Somit müssen auf den Antrag zumindest sechs Stimmen entfalten.«
Sie blickte kurz auf ihre Notizen um nichts falsches zu erwähnen.
»Drei Nationen stimmten gegen die Anerkennung. Drei enthielten sich. Lediglich vier Stimmen entfielen auf den Vorschlag. Somit wurde die nötige Mehrheit nicht erreicht. Die Konferenz der Nationen erkennt nicht die Souveränität des Gebietes um das Imperium Ladinorum als freie und souveräne Nation an. Die Mitgliedschaft wird abgelehnt.«
Sie wartete kurz das aufdrängende Getöse ab. Sie fand die erste Ablehnung eines Aufnahmeantrages traurig. Der bereits für das Imperium Ladinorum vorbereitete Platz bleibt nach der Abstimmung leer. Einige Saaldiener:innen machten sich bereits auf dem Weg die dort abgestellten Dinge – wie Unterlagen und Schilder – abzuräumen.
»Wir fahren nun mit unserem letzten Tagesordnungspunkt fort. Die Beratung über die Anerkennung der Souveränität des Königreich Targas.«