Der Delegierte der Volksrepublik Tchino lauscht der neuesten Stellungnahme der Delegierten Gran Novaras mit einer Mischung aus Skepsis und analytischem Interesse. Während die Worte der Delegierten durch den Saal hallen, erkennt er die Widersprüche in der Argumentation, insbesondere in Bezug auf die "Staaten mit demselben Staatsoberhaupt". Der Delegierte Tchinos macht sich Notizen und erhebt sich schließlich mit entschlossener Miene, um auf die Äußerungen einzugehen. Er tritt zum Rednerpult, fixiert mit festem Blick die Versammlung und spricht:
Werte Delegierte, verehrte Gäste,
die Volksrepublik Tchino möchte auf die neuesten Ausführungen der Delegierten Gran Novaras eingehen, da diese Anlass zu weiteren Fragen und zur Klärung von offensichtlichen Widersprüchen geben.
Es wird betont, dass Targa und Gran Novara gegenwärtig zwei souveräne und getrennte Staaten sind. Gleichzeitig ist jedoch aus offiziellen Berichten zur Abdankung von König Francesco V. von Gran Novara ersichtlich, dass der gegenwärtige Herrscher von Targa auch als Nachlassverwalter und somit als Herrscher von Gran Novara fungiert. Diese Tatsache untergräbt die Argumentation der Delegierten Gran Novaras, insbesondere die Behauptung, dass Targa und Gran Novara vollkommen unabhängig voneinander agieren. Gerade der Verweis auf die Existenz von Staaten mit demselben Staatsoberhaupt in anderen Kontexten wird dadurch zum Bumerang und entlarvt die Widersprüchlichkeit dieser Position.
Hinzu kommt die Bemerkung, dass die Forderung nach Transparenz und Verpflichtung zu künftigen Handlungen einer "Quadratur des Kreises" gleichkomme. Doch in Wirklichkeit verlangt die Volksrepublik Tchino keine unmöglichen Handlungen, sondern lediglich klare Absichtserklärungen und eine glaubhafte Haltung, die den berechtigten Bedenken dieser Versammlung Rechnung trägt. Die Tatsache, dass Gran Novara selbst die zukünftige Entwicklung hin zu einer Föderation oder Staatenbund einräumt, zeigt, dass dieser Prozess bereits in Gang gesetzt wurde und nicht ausschließlich der fernen Zukunft angehört.
Die Volksrepublik Tchino bleibt bei ihrer Position: Es geht nicht darum, legitime Vereinigungen infrage zu stellen, sondern darum, sicherzustellen, dass diese nicht zu einem unzulässigen Machtvorteil oder einer untergrabenen Fairness innerhalb dieser Versammlung führen. Wir erwarten von Gran Novara und Targa, dass sie sich ihrer Verantwortung gegenüber der internationalen Gemeinschaft bewusst sind und eine klare, transparente und konsistente Haltung einnehmen.
Sofern und sobald diese Transparenz und Konsistenz hergestellt ist, sehe ich ganz ausdrücklich keinen Grund, die Souveränität Targas im hier diskutierten Kontext in Frage zu stellen.
Vielen Dank.