Beratung über die Feststellung der Souveränität des Imperium Ladinorum (Montag, 31. März 2025 – Haupthalle der Versammlung)

  • Im Anschluss an die Beratung zur Feststellung der Souveränität von Severanien fand auch das dritte – und auch letzte – Aufnahmeverfahren für den heutigen Tag statt. Die Feststellung der Souveränitätt des Imperiums Ladinorum.


    »Sehr geehrte Delegierte,

    wir neigen uns nun dem Ende der heutigen Sitzung zu. Ich rufe den dritten und letzten Tagesordnungspunkt auf. Die Beratung über die Feststellung der Souveränität des Imperium Ladinormums. Wie üblich eröffne ich die Aussprache.«

  • Werte Delegierte, geschätzte Vertreterinnen und Vertreter der Nationen,


    die Republik Soleado tritt heute mit einer Erklärung an Sie heran, die von Prinzipientreue ebenso geprägt ist wie von unserem fortwährenden Streben nach internationalem Dialog. Es geht um den beantragten Beitritt des Imperium Ladinorum zur Konferenz der Nationen – ein Vorhaben, das wir mit ernsthafter Prüfung, innerer Zurückhaltung und zugleich mit diplomatischer Verantwortung begleiten.


    Als sozialistische Republik, gegründet auf den unverrückbaren Grundfesten von Volkssouveränität, Gleichheit und republikanischer Selbstbestimmung, fällt es uns schwer, vorbehaltlos jene Ordnung anzuerkennen, die im Namen eines Imperators fortbesteht – eine Ordnung, die nach unserem Verständnis auf historischen Machtstrukturen beruht, die das Volk eher unterwerfen als befreien. Die Republik Soleado lehnt jede Form monarchischer oder imperialer Herrschaftsideologie ab – aus Überzeugung, aus historischer Erfahrung und im Namen all jener, die für ihre Rechte gekämpft und gelitten haben.


    Und doch, so sehr wir uns von der politischen Gestalt des Imperium Ladinorum distanzieren, erkennen wir an, dass der Sinn und Zweck dieser Konferenz darin liegt, die Stimmen der Völker zu hören – nicht nur jene der Gleichgesinnten, sondern auch jene, mit denen wir im System, in der Vision, ja im Weltbild nicht übereinstimmen.


    Wir stimmen dem Beitritt des Imperiums zur Konferenz daher nicht zu, weil wir sein politisches Modell gutheißen, sondern weil wir überzeugt sind, dass eine breite, internationale Beteiligung notwendig ist, um den Willen der Menschheit in seiner Vielfalt zum Ausdruck zu bringen – auch dort, wo dieser Wille durch unzeitgemäße Strukturen verzerrt sein mag. Die Konferenz der Nationen darf kein geschlossener Raum sein, kein exklusives Bündnis Gleichartiger, sondern muss ein Ort sein, an dem auch Differenzen sichtbar werden – damit sie überwunden werden können.


    Es ist unser Vertrauen in die Kraft des Dialogs, in die historische Entwicklung und nicht zuletzt in die Unausweichlichkeit des Fortschritts, das uns dazu bewegt, dem Beitritt zuzustimmen. Nicht aus Zustimmung zum Imperialismus – sondern aus Treue zu den Prinzipien des Friedens und der internationalen Verständigung im Namen der Völker, nicht der Imperatoren.


    Wir werden die Stimme der Republik Soleado in dieser Konferenz auch künftig erheben – unmissverständlich, solidarisch und klar. Für die Selbstbestimmung der Völker. Gegen jede Form von Herrschaft durch Blutlinien, Kronen oder Thronansprüche.


    Vielen Dank.

  • Notiert sich die Ausflüchte des Delegierten um darauf später etwas zu entgegnen. Ebenso machte sie sich eine Notiz in der sie sich notierte das nächste mal genauer die Kriterien des Beitritts zu erläutern.

  • Nachdem dieser Staat in seiner Diplomatieliste einseitig die Feindschaft gegenüber der Futunischen Hegemonie erklärt hat, gibt es keine Möglichkeit der Anerkennung durch die Futunische Hegemonie. Zudem hat dieser Staat unberechtigt folgende Gebiete ohne internationale Anerkennung beansprucht:


    Angebliche Insulae Imperatoriae


    Angriffsbasis gegen die Glücklichen Inseln


    Verletzung des gemeinsamen Erbes aller Völker in der Antarktis


    Angriffsbasis im Orceanischen Meer


    Verletzung der Grenzen Hathas


    Angriffsbasis im Asurik


    Keiner dieser Ansprüche wird international durch die Karten und Atlanten anerkannt, aber die agressiven Gebärden dieses Staates sind nicht zu übersehen. So wurden die Anrainer des Orceanik auch nicht über das Militärmanöver Ladiniens mit Montana informiert. Angesichts der Verteilung der illegalen Basen, der einseitigen und unprovozierten Erklärung der Feindschaft und des Militärmanövers muss von einer niederträchtigen Agenda ausgegangen werden, die jeglichen Grundsätzer dieser Organisation widerspricht.


    Es ist daher für diese Organisation unmöglich, diesen Staat anzuerkennen, der so offen jegliche Gebote der Anerkennung und des Friedens bricht.

  • Der Delegierte der Volksrepublik Tchino sitzt einen Moment nachdenklich auf seinem Platz und lässt die Frage der Souveränität des Ladinischen Imperiums in seinen Gedanken kreisen. Die Berichte über die Machtstrukturen und die unterdrückerische Natur des Regimes werfen ernsthafte Zweifel auf, ob Ladinien tatsächlich als souveräner Staat betrachtet werden kann – zumindest aus der Sicht der Volksrepublik Tchino, die auf Volkssouveränität und Gleichheit Wert legt. Mit einem entschlossenen Blick erhebt sich der Delegierte, als sein Name aufgerufen wird, und schreitet zum Rednerpult, um seine Bedenken zu artikulieren. Er richtet seinen Blick auf die Anwesenden und beginnt:


    Werte Delegierte, verehrte Gäste,


    die Volksrepublik Tchino sieht den Beitrittsantrag des Ladinischen Imperiums nicht nur mit Sorge, sondern auch mit grundlegenden Zweifeln. Diese Zweifel betreffen nicht allein die repressiven Strukturen und die Missachtung der Volkssouveränität innerhalb dieses Regimes, sondern auch die Frage, ob das Ladinische Imperium in seiner aktuellen Verfassung überhaupt als souveräner Staat angesehen werden kann.


    Souveränität erfordert, dass ein Staat die Interessen seines Volkes repräsentiert und schützt. Das Ladinische Imperium zeigt jedoch keine Anzeichen dafür, dass es die fundamentalen Rechte und die Selbstbestimmung seiner Bevölkerung respektiert. Stattdessen scheint es sich auf fragwürdige internationale Selbstdarstellung zu stützen, wie etwa die propagandistische Präsentation der sogenannten "Wolkengaleeren" – einer vermeintlichen technologischen Errungenschaft, deren tatsächliche Existenz und Machbarkeit höchst zweifelhaft sind. Solche Ablenkungsmanöver verdeutlichen nur die Schwächen und Unsicherheiten des Regimes.


    Die Volksrepublik Tchino kann unter diesen Umständen nicht mit gutem Gewissen die Anerkennung der Souveränität des Ladinischen Imperiums oder seinen Beitritt zu dieser Versammlung unterstützen. Wir fordern eine klare Prüfung der Verhältnisse in diesem Staat, insbesondere im Hinblick auf seine Fähigkeit, die Werte von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit zu wahren, die die Grundlage dieser Konferenz bilden.


    Wir appellieren an die Delegierten, mit Weitblick und Verantwortung zu handeln, um die Glaubwürdigkeit und die Prinzipien dieser Gemeinschaft zu schützen.


    Vielen Dank.

  • Egregi signori,


    Einige Länder finden Monarchien diktatorisch, andere wiederum nennen Republiken und klassische bürgerliche Demokratien dekadent, eine Mehrheit unserer Wählerschaft und Regierungen finden, dass Sozialismus eine rot angestrichene Parteiendiktatur ist, die keineswegs in irgendeinerweise eine Volkssouveränität darstellt. Die Kritik der mangelnden Repräsentanz und Vertretung der interessen des Volks könnten wir mit Recht allen sozialistischen Ländern mit kaum verhüllter Parteiendiktatur entgegen schleudern. Man hätte es uns wegen unsererm großartigen Re Francesco V. entgegenwerfen können.


    Beim Erwähnen von Francesco hält sie kurz ergriffen inne.


    Alles was ich von Ladinien bisher erlebt habe weist darauf hin, dass sehr wohl das Volk respektiert wird. Ein Volk lässt sich auch nicht so totalitär für immer knechten und es ist ein Affront an die ladinische Bevölkerung dies so darzustellen. Ich denke es handelt sich bei Ladinien um ein vielschichtes sozioökonomisches Phänomen und nationales Gebilde, dass sicher der hiesige Delegierte besser erklären kann als ich. Aber ich denke Begriffe wie "absolute Monarchie" fassen es zu eng.


    Ich fordere daher meine Kolleginnen und Kollegen dazu auf weltanschauliche Differenzen zurückzustellen und sich nicht hinter Phrasen zu verbergen. Die Konferenz der Nationen ist keine Konferenz der Volksrepubliken, Monarchien, Republiken oder was auch immer. Sie ist eine Konferenz aller nationalen Gebilde. Man möge sich also am Delegierten von Soleado ein Vorbild nehmen. Wir sind wie die Schuppenfelder einer Ananas. Sehr verschieden, aber gehören zur selben leckeren Frucht namens Weltgemeinschaft.


    Mit Verwunderung müssen wir auch die "Kritik" an Wolkengaleeren zur Kenntnis nehmen. Hier handelt es sich um einen poetischen Ausdruck für Zeppeline nicht mehr und nicht weniger.


    Kurz möchte sie auf eine andere Wortmeldungen eingehen, dann verschluckt sie sich an einem Schluck Wasser und hustet heftig. Verliert für 10 Sekunden ihre Stimme und besinnt sich eines Besseren.


    Gran Novara steht daher hinter seinen fernen Brüdern oder Cousins.

  • "Dürfte ich mein Wort zu Gehör bringen?

    Wir erheben keinerlei Anspruch auf Territorien außerhalb unseres Reiches. Wer unsere Forschungsstationen kritisiert, die eingerichtet wurden, bevor eine gewisse Macht die entsprechenden Gebiete in offizielle Karten hat einfügen lassen, möge sich fragen, worauf seine Kritik eigentlich basiert.

    Man nehme eine Insel, bewohnt von Papageientauchern, um diese Inseln zu erforschen - und hernach tauchen dann Eroberer auf, erklären, diese Inseln seien schon immer ihr Besitz gewesen - und der, der nur erforschen wollte ist mit einem Mal ein Aggressor?

    Wollen Sie, will diese Gemeinschaft die Lösung von Konflikten?

    Mit welchem Recht verweigert man Ladinien dann den Beitritt? Lässt man uns außen vor, werden wir auch nicht diskutieren. Dann kann es keine Lösung diese Konfliktes geben."

  • "Ich darf mich für diese Worte ausdrücklich bedanken!"

  • Wie das Rechtsverständnis dieses Staates aussieht, sieht man schon am Bruch von II. 4. der Charta der Konferenz der Nationen.


    "Die Konferenz der Nationen besteht aus einer Vollversammlung, in welcher jede teilhabende Nation eine gleichwertige Stimme besitzt, sowie einem Sekretariat, das diese leitet und die Beschlüsse und Vereinbarungen pflegt und zur Einsicht bereithält."


    Es ist schon interessant, wie wenig dieser Staat von den normalen Regeln hält. Die haltlose Propaganda gegenüber Hatha ist schlicht lächerlich.

  • Während der Delegierte spricht, bleibt Wladimir Iwanowitsch Makarow in seiner Haltung unverändert, doch seine Augen verfolgen aufmerksam jede Nuance der Argumentation. Mit einer Mischung aus Gelassenheit und strategischer Neugier lehnt er sich in seinem Sitz zurück. Er weiß: Das Vorgehen der Generalsekretärin in dieser Angelegenheit wird einen Präzedenzfall schaffen – einen, der für künftige Entscheidungen von entscheidender Bedeutung sein könnte. Seine Finger trommeln in langsamem, gleichmäßigem Rhythmus auf die Tischkante, während er die nächste Entwicklung mit scharfem Interesse erwartet. Die übrigen Mitglieder der Delegation zeigen eine ähnliche Haltung: ruhig, diszipliniert und aufmerksam. Kein unnötiges Flüstern, keine sichtbare Emotion – nur konzentrierte Wachsamkeit. Jede ihrer Bewegungen spiegelt die Gewissheit wider, dass in diesem Moment nicht nur über Ladinien, sondern über die zukünftige Dynamik der Konferenz entschieden wird.

  • Der Delegierte der Volksrepublik Tchino erhebt sich mit ruhigem Ernst, um sowohl auf die leidenschaftliche Stellungnahme Gran Novaras als auch auf die Ausführungen des Gesandten Ladiniens einzugehen. Seine Worte sind bedacht, mit dem Ziel, die Debatte auf ihre zentralen Werte zurückzuführen:


    Werte Delegierte, verehrte Gäste,


    die Volksrepublik Tchino dankt der Delegierten Gran Novaras für ihre engagierte Stellungnahme. Wir erkennen an, dass die Konferenz der Nationen ein Ort sein soll, an dem unterschiedliche politische Systeme und Weltanschauungen zusammenkommen. Dennoch möchten wir betonen, dass Kritik an politischen Strukturen nicht als Angriff auf eine spezifische Regierungsform verstanden werden sollte, sondern als Hinterfragen ihrer Vereinbarkeit mit den in der Charta der Konferenz verankerten Prinzipien. Diese Werte – Frieden, Recht und die Wahrung der Verantwortung gegenüber der Menschheit – sind unsere gemeinsame Grundlage.


    Die Delegierte Gran Novaras bezeichnet das Ladinische Imperium als ein „vielschichtiges sozioökonomisches Phänomen“ und fordert, nicht vorschnell zu urteilen. Doch unsere Sorge richtet sich nicht gegen kulturelle oder wirtschaftliche Eigenheiten, sondern gegen die Frage, wie die Rechte und Interessen des Volkes innerhalb einer politischen Struktur, die auf absoluter Herrschaft basiert, geschützt werden. Die Charta fordert die Wahrung von Gerechtigkeit und Verantwortung; es ist daher legitim, die Transparenz und Rechenschaftspflicht solcher Systeme kritisch zu betrachten.


    Zum Gesandten Ladiniens: Wir haben mit Interesse die Ausführungen zu Territorialfragen vernommen, möchten jedoch betonen, dass diese nicht den Kern unserer Kritik betreffen. Die Volksrepublik Tchino hat keine Vorwürfe gegen ladinische Forschungsstationen erhoben; diese Anliegen wurden von der Futunischen Delegation vorgebracht. Was wir hingegen bemängeln, ist das völlige Ignorieren unserer vorgebrachten Bedenken hinsichtlich der politischen und sozialen Verfasstheit Ladiniens. Konflikte können nur gelöst werden, wenn alle relevanten Perspektiven gehört und ernsthaft diskutiert werden.


    Die Charta der Konferenz der Nationen verlangt von allen Mitgliedern ein angemessenes Verhalten sowie die Verpflichtung zu den gemeinsamen Werten. Die Drohung, sich Diskussionen zu entziehen, wenn der Beitrittsantrag nicht angenommen wird, widerspricht diesem Geist der Zusammenarbeit. Eine solche Haltung erschwert die notwendige Reflexion darüber, ob ein Beitritt Ladiniens wirklich im Einklang mit den Prinzipien dieser Versammlung steht.


    Die Volksrepublik Tchino bleibt offen für Dialog und Zusammenarbeit. Doch wir erwarten, dass alle Beteiligten die in der Charta verankerten Werte respektieren und diese Debatte mit derselben Offenheit und Ernsthaftigkeit führen, die von allen Mitgliedstaaten gefordert wird. Die Integrität der Konferenz steht hierbei auf dem Spiel, und es liegt in unserer Verantwortung, sie zu bewahren.


    Vielen Dank.

  • Werte Delegierte, verehrte Gäste,


    Die Integrität dieser Konferenz steht nicht auf dem Spiel durch den Hinweis, dass Ladinien nicht innerhalb dieser Konferenz diskutieren kann wenn es nicht Mitglied ist. Was eine schlichte Feststellung ist und keine Drohung oder Ankündigung sich Diskussionen zu entziehen.


    Darüber hinaus weise ich weiterhin zurück, dass man diese Konferenz als Bühne für Ideologie verwendet. Nicht wenige Staaten dieser Runde betrachten Gran Novara als Diktatur von gekrönten Häuptern, Astor als Oligarchie der Reichen und nicht wenige hier Tchino als totale Parteiendiktatur. Wir sind hier nicht um ideologisches Kleingeld zu wechseln, sondern eine Konferenz aller souveränen Nationen zu bilden.


    Ladinien ist nach allen Maßgaben des Völkergewohnheitsrechts und kartographischen und juristischen Kriterien eine Nation und sollte daher - wie immer man zur politischen Verfasstheit auch stehen mag - Mitglied dieser Konferenz sein. Mit genau denselben Argumenten der Demokratie hätte man hier auch Gran Novara und Tchino verweigern können und es würde uns allen gut zu Gesicht stehen hier einen Schritt zurück zu machen.


    Falls das nicht passieren sollte steht auch für mich die Integrität dieser Konferenz auf dem Spiel.

  • Der Delegierte der Volksrepublik Tchino bleibt bei den Worten der Delegierten Gran Novaras gefasst und aufmerksam, bevor er sich mit kontrollierter Entschlossenheit erhebt, um eine klare und differenzierte Antwort zu geben. Mit ruhiger Stimme tritt er ans Rednerpult und beginnt:


    Werte Delegierte, verehrte Gäste,


    die Volksrepublik Tchino dankt der Delegation Gran Novaras für ihre Überlegungen und ihre erfrischende Direktheit in dieser Debatte. Wir möchten auf einige Ihrer zentralen Punkte eingehen, um Missverständnisse auszuräumen und die Grundlage für eine konstruktive Diskussion zu stärken.


    Zunächst möchten wir betonen, dass Tchino nicht bestrebt ist, diese Konferenz ideologisch aufzuladen, sondern vielmehr die Prinzipien der Charta zu wahren, die uns alle als Mitglieder dieser Versammlung verpflichtet. Unsere Hinweise zur politischen Struktur Ladiniens entstammen nicht einer ideologischen Agenda, sondern der Verpflichtung, sicherzustellen, dass alle beitretenden Nationen den grundlegenden Werten dieser Konferenz gerecht werden.


    Die Volksrepublik Tchino weist jedoch entschieden die "von nicht wenigen hier" aufgestellte Behauptung zurück, dass ihre politische Verfasstheit mit "totaler Parteiendiktatur" gleichzusetzen sei. Solche Äußerungen verkennen die Errungenschaften unseres Staates in Bezug auf partizipative Prozesse und kollektive Entscheidungsfindung, die auf den Prinzipien sozialistischer Demokratie basieren. Nicht zuletzt durch die erst kürzlich angenommene neue Verfassung schaffen es unsere politischen Strukturen, die Stimme der breiten Bevölkerung zu integrieren, und diese Errungenschaften in Frage zu stellen, käme einem Affront gegen das tchinosische Volk gleich, das stolz auf seine politische Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit blickt.


    Zur Frage Ladiniens: In Bezug auf das Argument des Völkergewohnheitsrechts erkennen wir die von Ihnen vorgebrachte Sichtweise an. Es geht uns aber nicht darum, Ladinien die souveräne Nationseigenschaft abzusprechen – das tun wir nicht. Doch die Verpflichtung, die Prinzipien der Konferenz zu wahren, bleibt eine Voraussetzung. Diese Versammlung ist kein bloßes Sammelsurium souveräner Staaten, Nationen, Länder oder sonst politisch verfasster Entitäten, sondern eine Gemeinschaft, die sich auf die Charta stützt. Es ist daher legitim und erforderlich, die Übereinstimmung mit diesen Prinzipien zu hinterfragen, bevor ein Beitritt erfolgt.


    Lassen Sie uns betonen, dass die Volksrepublik Tchino bereit ist, auf Basis von Respekt, Vertrauen und Dialog eine Lösung zu finden. Doch diese Diskussion muss sich auf die gemeinsamen Werte konzentrieren, die uns alle in dieser Konferenz verbinden.


    Wir schließen uns insofern Ihrer Einladung an, einen Schritt zurückzutreten und diese Debatte im Geiste der Zusammenarbeit zu führen, jedoch ohne die Verpflichtung zu opfern, die Integrität und die Prinzipien der Konferenz zu wahren.


    Vielen Dank.

  • Nachdem nun langsam die Debatte sich dem Ende zuneigt begann Duret ihr Mikrofon zu aktivieren und zu sprechen.


    »Meine verehrten Delegierten, ich stelle fest, dass die Rednerliste erschöpft ist. Wir fahren mit der Tagesordnung fort. Nun rufe ich die Abstimmung über den Verhandlungsgegenstand auf. Es wird über die Frage abgestimmt, ob die Imperium Ladinorum ein souveräner Staat ist und ihre rechtsetzende Körperschaft wirksam die Charta der Konferenz der Nationen ratifiziert hat. Ich bitte nun bitte um Handzeichen. Wer stimmt mit ja?«


    Sie blickt sich nun um, welche Hände sich erhoben haben und zählt diese nach bevor sie diese aufschreibt. Anschließend fragt sie noch gegen Stimmen und Enthaltungen.

  • Erneut stimmt das Eulenthal zu. Allein schon aus der Notwendigkeit, allen Gästen der Konferenz gegenüber die entsprechenden, diplomatischen Vorrechte anzuerkennen, würde man sich prinzipiell an keinerlei Sachdebatten über bestehende oder nicht bestehende Souveränität beteiligen.

  • Die souveräne Republik Noranda stimmt zu.

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